Paarbeziehung Bindungs-Traumata Hamburg

15. November 2019 - 17. November 2019

Paarbeziehung Bindungs-Traumata Hamburg

295,00

Im Workshop beschreibe ich neuere Ansätze und Konzepte, die sich mit den Bindungstraumata beider Partner beschäftigen. Nicht selten haben Paare sowohl eine gemeinsame als auch eine individuelle Geschichte. Die gemeinsame Geschichte und die Gegenwart, mit ihren aktuellen Konflikten, sind häufig ein Spiegel von früheren, traumatisierenden Beziehungen in der oder den Herkunftsfamilien.

Beschreibung

Paarworkshop:

Bindungstraumata und das Unbewusste in der Paarbeziehung

In den vergangenen 30 Jahren haben unterschiedliche Konzepte die Paarberatung und Paartherapie im deutschsprachigen Raum geprägt.

Paar-Kollusion

Jürg Willi beschrieb mit seinen Konzepten der Paar-Kollusion einen gleichartigen,  unbewältigten Grundkonflikt, der von beiden Partnern in verschiedenen Rollen ausgetragen wird.

Ein Partner übernimmt vornehmlich die regressive, der andere die progressive Seite.

Integrativ-Systemische Perspektive

Hans Jellouschek integrierte in seine systemische Perspektive Konzepte der Transaktionsanalyse, tiefenpsychologische, humanistische und auch lerntheoretische Konzepte.

Er ging von Entwicklungsherausforderungen und Phasen der Paarbeziehung aus.

Sexuelle Begehren

Die Theorien und Ideen von Ulrich Clement befassen sich mit verschiedenen Aspekten der Sexualität. Im Mittelpunkt steht bei ihnen das sexuelle Begehren eines Paares und die damit verbundene Paardynamik.

Bindungstraumata

Neben diesen bewährten Ansätzen, richtet sich das Augenmerk aktuell stark auf die unbewussten Prozesse in einer Paarbeziehung. Oft wird von Bindungstraumata gesprochen. Jürg Willi näherte sich mit seinen Ideen dem an, hat diese aber nicht weiterverfolgt und vertieft.

Modell Herkunftsfamilie

In unserem Workshop beschreiben wir neuere Ansätze und Konzepte, die sich mit den Bindungstraumata beider Partner beschäftigen. Nicht selten haben Paare sowohl eine gemeinsame als auch eine individuelle Geschichte.

Die gemeinsame Geschichte und die Gegenwart, mit ihren aktuellen Konflikten, sind ein Spiegel von früheren, traumatisierenden Beziehungen in der oder den Herkunftsfamilien.

Entwicklungspsychologische Perspektive

Aus entwicklungspsychologischer Sicht resultieren daraus drei Optionen für die Beteiligten: flight, fight or freeze.

Im Beziehungsverhalten bedeutet das entweder Flucht in Form von Rückzug bis hin zum absoluten Kontaktabbruch oder Kampf, der sich in endlosen, repetitiven und ergebnislosen Diskussionen und gegenseitigen Verletzungen darstellt oder Erstarrung, Schweigen, innere Leere oder bedingungslose Unterwerfung zur Folge hat.

Dominanz fordert Unterwerfung, Täter und Opfer finden sich intuitiv, das Ergebnis derartgier Beziehungen sind Ohnmacht und Hilflosigkeit.

Zu Beginn der Partnerschaft hatte mindestens einer der Partner unbewusst die Idee, in der neuen Beziehung die Lösung oder gar die Erlösung von alten Bindungsmustern zu finden.

Bedauerlicherweise ist die Partnerschaft öfter nur eine Wiederholung, eine Reinszenierung der kleinen Leiden und größeren Verletzungen aus der Ursprungsfamilie.

Alternative Bindungsmuster entwickeln

Unabhängig davon, wie sich Paare am Ende einig werden, es lohnt sich, für die gegenwärtige Beziehung oder auch im Hinblick auf zukünftige, neue Partnerbindungen, die Paargeschichte, mit ihren individuellen Bezügen zu den häufig unbewussten Bindungsmustern, Bindungstraumata und Bindungsgeschichten der Herkunftsfamilie zu reflektieren.

Von neuen, alternativen Bindungsmustern profitiert das Paar, das den gemeinsamen Weg fortsetzen möchte, ebenso wie der Einzelne der zukünftig in eine Partnerschaft respektive Beziehung eintreten will.

Leitung: Peter Bremicker

Ort: Hamburg

Kosten 295,- Euro pro Person, Paare 449,-

 

Peter Bremicker, Jahrgang 1971, Theologe, Lehrsupervisor und Lehrtrainer für Transaktionsanalyse berät in eigener Praxis Menschen mit existenziellen Lebensfragen und bildet transaktionsanalytische Berater und Coaches aus.