Trauma-Bewusstes und Trauma-Sensibles Coaching

18. September 2021 - 14. November 2021

Trauma-Bewusstes und Trauma-Sensibles Coaching

790,00

Ein Trauma impliziert eine der stärksten Veränderungen, die ein System erleben kann. Interaktions- und kommunikations- und Stressbelastungsmuster werden durch eine Traumafolgestörung massiv beeinflusst. Im Rahmen von Coaching- und Beratungsprozessen ist der Zusammenhang zwischen Trauma und spezifischen Fragestellungen, mit denen die Klienten kommen nicht immer direkt erkennbar oder offensichtlich. In der Weiterbildung lernen Sie zu unterscheiden zwischen einfachen und komplexen Traumafolgestörungen. Sie erkennen die Anzeichen und Signale von Traumata, verstehen die neurophysiologischen Zusammenhänge und können diese im Coaching-Kontext vermitteln.

Beschreibung

Trauma-Bewusstes und Trauma-Sensibles Coaching

Als BeraterIn und Coach haben Sie oft konkret und intensiv mit Klienten gearbeitet und Ihr Gegenüber in Ziel- und Veränderungsprozessen unterstützt. Gleichzeitig gab es Prozesse, in denen Sie nicht wirklich vorangekommen sind oder auf der Stelle traten.

Traumatische Lebenserfahrungen

Ein Grund dafür kann in traumatischen Lebenserfahrungen bzw. destruktiven Skriptanteilen liegen.

Physische und körperliche Vernachlässigung, emotional instabile Bindungserfahrungen, Schamgrenzen –  die überschritten und verletzt wurden, physische oder körperliche Gewalt, existenziell bedrohliche Erkrankungen, ein Unfall oder auch der frühe Verlust von Familienangehörigen prägen eventuell die Landkarte bzw. den Bezugsrahmen Ihres Klientels.

Traumafolgestörung

Ein Trauma impliziert eine der stärksten Veränderungen, die ein System erleben kann. Interaktions- und kommunikations- und Stressbelastungsmuster werden durch eine Traumafolgestörung massiv beeinflusst.

Bindungs- und Beziehungsschwierigkeiten

Die Folgen von Traumata zeigen sich in einer Fülle von unspezifischen Symptomen. (Konzentrationsschwäche, Dissoziation, Schlafstörungen, Suchtmittelmissbrauch, mangelnde Affekt- und Selbstregulation, Bindungs- und Beziehungsschwierigkeiten, depressive Verstimmung u.v.m.).

Traumaspuren nicht offensichtlich

Im Rahmen von Coaching- und Beratungsprozessen ist der Zusammenhang zwischen Trauma und spezifischen Fragestellungen, mit denen die Klienten kommen nicht immer direkt erkennbar oder offensichtlich.

Symptome, Reaktionen, Trigger erkennen

Im Kontext von Beratungsprozessen macht es aus meiner langjährigen Coaching,- Beratungs,- und Ausbildungserfahrung sehr viel Sinn als professionelle/r BeraterIn / Coach über die Folgen von Traumatisierungen ausreichend Bewusstheit und Wissen zu haben, damit Symptome, Reaktionen, Trigger rechtzeitig erkannt werden.

Psychoedukativ und Traumasensibel Beratung und Coaching

Dadurch kann innerhalb von Coaching- und Beratungssettings angemessen psychoedukativ, traumasensibel und mit spezifischen Interventionen reagiert und stabilisiert werden.

Ego-States und Stabilisierungs-Methoden

So können professionelle BeraterInnen und Coaches störungsspezifisches Wissen zur Verfügung stellen und andererseits spezifische Interventionen anbieten, damit der Gegenüber seine kompetenten Anteile (Ego-States) zur Stabilisierung nutzt und traumatische Erfahrungen auf eine kontrollierte Art in einem gemeinsamen Narrativ verarbeitet bzw. entsprechend deligiert werden.

Systemisch-Transaktionsanalytischer Blick auf Trauma und Traumatheorien

Durch die Weiterbildung (2 x 2 Tage) können Sie Ihre Klientin/Klientin professionell unterstützen, informieren, stabilisieren und ihm orientierend zur Verfügung stehen. Sie erhalten einen systemisch-transaktionsanalytischen Blick auf Traumakonzepte und Traumatheorien.

Modul I

Sie lernen zu unterscheiden zwischen einfachen und komplexen Traumafolgestörungen. Sie erkennen die Anzeichen und Signale von Traumata, verstehen die neurophysiologischen Zusammenhänge und können diese im Beratungskontext vermitteln.

Neurophysiologische Aspekte und ressourcenorientierte Prozesse im Umgang mit Traumafolgestörungen

Sie spüren Ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten. Daneben vermittelt die Weiterbildung Skills für einen ressourcenorientierten Umgang und unterstützt sie als BeraterIn/Coach mit den Herausforderungen von Traumafolgestörungen umzugehen.

  • Definition Trauma
  • Einfache und komplexe Traumata
  • Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung
  • Neurobiologische Grundlagen von Traumata
  • Traumafolgestörungen
  • Trauma und Dissoziation aus systemischem und transaktionsanalytischem Blickwinkel
  • Ego-State Theorie
  • Notfallkoffer und Imaginationsübungen
  • Psychoedukation im Coachings- und Beratungsprozess
  • Kompetenz-Netzwerk
  • Selbsterfahrung und Selbstreflexion
  • Rollenklärung, Rollenklarheit, Auftragsklärung und Auftragsklarheit

 

Modul II

Im zweiten Block vertiefen Sie ihre Methodenkompetenz und richten den Blick hin zur Beziehungsarbeit mit dem Gegenüber. Ebenso reflektieren Sie eigene Gefühle, Gedanken und die eigene Betroffenheit.

Dissoziation, Stabilisierungstechniken, Sekundärtraumatisierung

Bewusstheit über Formen und Ausprägungen von Dissoziationen, erlernen von Stabilisierungstechniken. Gleichzeitig eignen Sie sich Wissen über Neurophysiologische Zusammenhänge an, um Erschöpfung, Sekundärtraumatisierung und Mitgefühls- und Empathieermüdung zu verhindern.

  • Fallbeispiele und Fallsupervision
  • Bindungstheorie und Bindungstraumata
  • Handlungsoptionen bei Dissoziation im Beratungssetting
  • Flashback, ungewollte Erinnerungen, Trigger und Reize im Coaching
  • Über- und Unterregung
  • Stabilisierungs-Methoden
  • Sekundärtraumatisierung/Ermüdung/Erschöpfung als BeraterIn und Coach
  • Selbstfürsorge

Leitung: Peter Bremicker

 

Trauma-Kompetenz

Modul I 18.-19. 09. 2021

Modul II 13.-14. 11. 2021

Alternativer Termin

Trauma-Kompetenz

Modul I 04.-05. 09.2021

Modul II 27.-28.11. 2021

 

Teilnehmerzahl: 8 pro Weiterbildungsgang

Arbeitszeit: 9:00 – 12:30 und 14:00 – 18:00

Arbeitsort: Hamburg

Weiterbildungskosten: 790,- Euro zzgl. MwSt.